9./10. Spieltag Sachsenliga: Schwere Auswärtsspiele mit Punktgewinn und historischem Einzelsieg

Am 9. Februar stand mal wieder die allseits beliebte Auswärtsfahrt nach Zittau und Dresden auf dem Programm. Nachdem wir in der vergangenen Saison ziemliches Pech mit einer Autopanne und einer damit verbundenen kampflosen Niederlage hatten, meinte es in diesem Jahr zumindest der Wettergott gut mit uns. Sprich kein Schnee und freie Fahrt in die Oberlausitz.

Das Punktspiel gegen den Tabellenführer aus Zittau, die in Bestbesetzung antraten, gestaltete sich wie erwartet als sehr schwierig. Wir hatten nichts zu verlieren und stellten daher versuchsweise auch unsere Doppelpaarungen ein wenig um. Eila und Lotte spielten wie so häufig gegen die Paarung Wippich/Tröger. Leider gelang es nicht, den sensationellen Sieg aus dem Hinspiel zu wiederholen. In zwei knappen und ausgeglichenen Sätzen, machten die Zittauer in der entscheidenden Phase die wichtigen Punkte. Im 1. HD versuchten sich erstmals Alex und Sven gemeinsam. Einige Male blitze das Können der Beiden auf, insgesamt aber zu wenig, um Adam/Hack ernsthaft in Schwierigkeiten zu bringen. Das 2. HD um Frank und Nils zeigten eine klasse Leistung. Beide spielten in beiden Sätzen auf Augenhöhe, auch wenn es am Ende nicht für einen Satzgewinn gereicht hat. Somit stand es nach den Doppeln bereits 0:3 aus unserer Sicht. Im 1. HE versuchte sich Sven gegen Stefan Adam. Leider schaffte er es nicht, an seine zuletzt aufsteigende Form anzuknüpfen. Zu viele einfache und unnötige Fehler führten zur klaren 2-Satz-Niederlage. Im Dameneinzel wollte Lotte nach mehreren knappen Niederlagen nun endlich den ersten Sieg gegen Marika Wippich. Leider muss sie dieses Vorhaben erneut vertagen. Nach einem etwas unkonzentrierten ersten Satz, einem starken zweiten Satz, ging Lotte im dritten Satz die Luft aus. Alex musste sich im 3. HE mit Sven Schmidt auseinandersetzen. Technisch mindestens auf Augenhöhe, entschied letzten Endes auch in diesem Spiel die bessere Kondition klar zugunsten des Zittauers. Eila und Frank machten in Mix ein gutes Spiel. In zwei knappen Sätzen wurde jedoch auch dieses verloren. Alles deutete auf eine 0:8 Klatsche hin, zumal sich Nils im 2. HE mit Björn Wippich auseinzusetzen hatte. Nach verlorenen ersten Satz, spielte sich Nils förmlich in einen Rausch und zeigte sein bestes Badminton. Er fand die perfekten Antworten auf Björns schnelles Spiel und gewann am Ende überraschend, aber auch verdient. Die gesamte Mannschaft zieht den Hut vor dieser Leistung. Damit endete das erste Punktspiel am Ende sogar noch etwas versöhnlich, auch wenn wir 1:7 gegen den Tabellenführer verloren hatten.

Nach einer kurzen Mittagspause machten wir uns auf den Weg nach Dresden. Es zeigte sich wieder, dass der vom BVS angesetzte Spielbeginn nicht zu realisieren ist. Nach 1 h 45 min erreichten wir die Halle in Dresden gegen 15:45 Uhr. Dankenswerterweise haben wir uns mit dem TSV Dresden im Vorfeld auf Spielbeginn 16 Uhr geeinigt. Premiere in dieser Saison: Unsere Laura war wieder (aktiv) mit von der Partie. Zielsetzung war ein Unentschieden, nachdem wir das Hinspiel in Taucha knapp verloren hatten. Die Doppel liefen jedoch alles andere als optimal. Das Damendoppel verlor etwas überraschend deutlich in zwei Sätzen. Nils und Sven spielten einen starken ersten Satz im 1. HD, konnten das Niveau gegen Kunert/Bickel jedoch nicht über die volle Distanz halten. Auch Franky und Alex zogen gegen Kunkel/Monette klar den Kürzeren. Damit liefen wir nach den Auftaktdoppeln gleich einem 0:3 Rückstand hinterher. Im DE musste Lotte gegen die ehemalige Zwenkauerin Melanie Keil ran. Insgesamt ein unangenehmes Spiel, zumal Lotte an diesem Tag läuferisch nicht an ihre Bestform herankam. Dafür zeigte sie eine super Moral und kämpfte sich letzten Endes zu einem Dreisatzsieg. Sven fand im 1. HE insbesondere ab dem zweiten Satz ein gutes Konzept gegen seinen Widersacher Steffen Bickel und gewann nach starken Spiel überlegen. Im Mix hatten Laura und Alex als neu zusammengesetzte Paarung einen schweren Stand gegen das eingespielte Mix Kunert/Scheithauer. Zwischenstand 2:4. Nils krönte seinen Einzel-Sahnetag gegen den Vizesachsenmeister Kunkel mit einem ungefährdeten Zweisatzsieg. Die Entscheidung über Sieg oder Unentschieden musste daher das 3. HE bringen. Frank spielte gegen den Franzosen Maxime Monette. Franky zeigte in diesem Spiel eine ganz starke Leistung. Die Sätze waren beide ausgeglichen, in den entscheidenden Phasen zeigte Frank aber den größeren Willen und brachte vor allem immer wieder seinen Smash durch. Am Ende hieß es 21:17 und 21:19 für Frank. Leider trübte eine unnötige und von außen geführte Diskussion über den letzten Ballwechsel kurzzeitig etwas die Freude. Aber spätestens in der Dusche war die Stimmung ausgelassen und wir freuten uns über den Auswärtspunktgewinn.

Damit stehen wir aktuell mit 12:8 Punkten auf dem vierten Tabellenplatz. Der Rückstand auf den zweiten Tabellenplatz beträgt nur ein Punkt. Der Vorsprung auf Platz sechs jedoch auch nur zwei Punkte. Die Mannschaft freut sich auf die abschließend beiden Punktspielwochenenden. Wenn es uns gelingt, auch mal wieder ein Doppel zu gewinnen, dann können wir es am Ende vielleicht noch aufs Treppchen in der Sachsenliga schaffen.

Euer Sven